NewWorkLive: Lindas Arbeitstag ist rum, wenn unserer beginnt…

Im ersten Blogbeitrag zu unserer „New Work Experience“ habe ich geschildert, warum und wie wir seit 15 Jahren agil arbeiten. Erwähnt habe ich auch unsere neue Herausforderung: Unser Teammitglied Linda hat die Wanderlust gepackt. Sie will für mindestens ein Jahr von verschiedenen Orten der Welt aus für uns arbeiten. Manche von Ihnen und Euch fragen sich vielleicht, was in meinem Kopf vorging, als Linda uns ihre Idee vorstellte. Tatsächlich war mein erster Gedanke „Cool!“. Mein zweiter war: „Wie können wir das kreativ nutzen?“ Und lustigerweise stellte ich mir erst danach die Frage, wie das realistisch gehen soll.

Interessant finde ich auch, dass Linda und wir – wenn ich mich richtig erinnere – nur zwei Mal etwas länger über das „Wie?“ gesprochen haben, nämlich als es um ihre Reiseplanung ging. Einig waren wir uns, dass sie im Monat der women&work in Deutschland sein muss und in den vier Wochen davor zumindest in Europa, so dass wir in der gleichen Zeitzone arbeiten und sie telefonisch erreichbar sein kann.

Wichtig war uns auch, dass sie in den Phasen der Akquise zukünftig auf europäischem Boden ist – aus eben jenen Gründen: Hier muss sie telefonisch und zu deutscher Zeit erreichbar sein und zumindest zu Europa-Tarifen telefonieren können.

Der Rest, so waren wir uns sicher, würde sich beim Tun ergeben. Wirklich neu ist die gesamte Situation für uns nicht, da wir Linda vorher auch nicht täglich sahen, denn normalerweise arbeitet sie von Koblenz aus für uns. Allerdings ist Koblenz – zumindest für mich – mental doch eine andere Geschichte als Neuseeland…

Definitiv kann man sagen, dass sich unsere Team-Chats seit Lindas Abreise inhaltlich deutlich anders gestalten als vorher :-):

Kommunikation_Nov. 2018_essen

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Und ab und an beglückt sie uns mit Bildern von ihrem Arbeitsplatz:

Kommunikation_Nov. 2018

Die Tipps besorgter Kolleginnen in Bezug auf die Technik lassen – die Zeitverschiebung natürlich rausgerechnet – nicht lange auf sich warten :-)…

Und wie geht es Linda selbst? Hier ist ihr Erfahrungsbericht der ersten Woche in Neuseeland:

„Nach etwas mehr als einer Woche, in der ich nun Vollzeit als digitale Nomadin lebe und arbeite, frage ich mich ernsthaft, was es Besseres geben kann.

Ich habe keinen festen Arbeitsplatz und kann um die Welt reisen, wie es gerade passt.

Ich habe auch keine festen Arbeitszeiten, sondern arbeite über den Tag und in der Nacht so verteilt, wie es mit den Kunden, der Konzentration, den Aufgaben oder der Internetverbindung am besten passt.

Ich bin fast immer digital erreichbar und stehe mit meinem Team immer im Austausch, daher bekomme ich auch ständig neue Aufgaben. Das Gefühl von Stress oder Belastung durch die Arbeit entsteht jedoch nicht. Denn die Produktivität in der Schaffensphase ist, nach meinem Empfinden, wesentlich höher. Ebenso kann ich die Freizeit viel intensiver genießen, weil ich sie mir legen kann wie ich es brauche und möchte. Gerade komme ich zum Beispiel vom Weihnachtsgeschenke kaufen, bei gefühlten 22 Grad an einem „Black Friday“ in Neuseeland, sitze am Strand im wunderschönen Napier und arbeite. Und ich glaube, ein bisschen Vitamin D tanke ich dabei auch noch…

In der vergangenen Woche habe ich in Auckland in einem Hostel gewohnt. Nach dem Frühstück und am Nachmittag habe ich meistens mit meinem Laptop im Gemeinschaftswohnzimmer gesessen und gearbeitet, während die anderen Reisenden um mich herum gelesen haben oder ihre Reiserouten planten. Es war großartig. Ich hatte spannende Gespräche mit den internationalen Bewohnern in meinen Kaffeepausen und am Abend haben wir dann gemeinsam gekocht und gegessen. Jeden Tag habe ich außerdem mindestens eine Sache gemacht, die neu für mich war. Zum Beispiel eine Stadtführung durch Auckland, vietnamesisch Essen gehen oder mit einem „Kiwi“ ein Bierchen trinken.

Einsam fühle ich mich als digitale Nomadin wirklich nicht, denn meine Kollegen sind ständig dabei. Digital eben. Wenn ich während meiner Arbeitszeit ein Erfolgserlebnis habe, freuen sich alle mit und ergibt sich ein Problem, wird gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Doch auch in der realen Welt kann man als digitale Nomadin die Einsamkeit vermeiden. Zur Not gehe ich mit meinem Laptop in eine Bibliothek. Da findet man immer gleichgesinnte Arbeitsbienen und auch meistens die beste Internetverbindung, die für mich natürlich unerlässlich ist.

Übrigens: Coworking Spaces sind für mich zurzeit keine Alternative, weil man sich da häufig für mindestens eine Woche einmieten muss und ich mir meine tägliche Spontanität nicht nehmen lassen möchte.“

 

Haben Sie/habt Ihr Fragen, wie wir unseren agilen Arbeitsalltag gestalten, wie Linda in Neuseeland arbeitet oder wie wir als agiles Projektteam Projektergebnisse und Projekterfolge sicherstellen? Interessiert Sie und Euch, wie wir in unserer Arbeitskonstellation neue Projekte erarbeiten, kreativ und innovativ sind oder wie jede/r von uns selbstorganisiert arbeitet? Dann freuen wir uns über eine Nachricht an info@VogelPerspektive.gmbh.

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